Alexisbad – Bergrat-Müller-Teich – Selkefälle (KWT001)

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Es ist unsere erste Kaiserwandertour (Wanderung mit Kaiserkrone). Unser Stempelbuch ist voll und wir haben es zuhause gelassen. Es soll eine entspannte Wanderung ohne Stempelzwang werden. Aber ganz können wir die Stempelkästen am Bergrat-Müller-Teich und am Bärendenkmal nicht ignorieren. Als wir im April vor vier Jahren hier vorbei kamen, konnte man noch keine GPS Stempel erwerben. Jetzt werden wir die Gelegenheit nutzen, um auch diese Ziele in die Stempel App der Harzer Wandernadel einzutragen. Beachtlicherweise gehen wir nur ein sehr kurzes Stück auf der Strecke, die wir schon auf Tour 04 zurück gelegt hatten. Aber vergleichen Sie selbst.

Von Alexisbad zum Bergrat-Müller-Teich.

An diesem Donnerstag, den 21.Mai 2020, es ist mal wieder Herrentag, stellen wir das Auto auf dem Parkplatz an der Klostermühle ab. Der Parkplatz liegt unmittelbar vor Alexisbad. Er ist recht groß aber als wir um 09:45 Uhr ankommen noch nicht belegt. Das wird sich bei unserer Rückkehr geändert haben. Wir suchen uns ein Plätzchen, auf dem es auch am Nachmittag noch Schatten geben könnte. Dann überqueren wir die Straße, wenden uns nach links und nutzen die nächste Möglichkeit um wieder nach rechts abzubiegen und in den Wald einzutauchen.

Uns erwartet ein breiter fester Weg, auch mit einem Auto problemlos zu befahren, der bis zu unserem ersten Pausenplatz und auch noch ein Stückchen weiter stetig bergauf führt. Die Steigung ist angenehm und wir überwinden auf einer Strecke von ca. 7 KM einen Höhenunterschied von ca. 250 Meter.

An der Marienquelle

Nach etwas mehr als einem Kilometer lädt uns eine kleine, augenscheinlich neue Holzbrücke dazu ein, den parallel zum Weg verlaufenden Friedensbach zu überqueren und die Marienquelle zu besuchen. Da die Entfernung zu dieser Quelle mit nur 100 Meter angegeben ist, entschließen wir uns für diesen Abstecher. es geht ein paar Meter Bergauf. Eine Erscheinung hatten wir an der Marienquelle nicht. Ein Holzkreuz bewacht einen Steinhaufen, unter welchem aus einem Rohr Wasser fliest. Ein paar Meter weiter oben ist der Weg nass. Wo das Wasser herkommt ist nicht ersichtlich. Aber wahrscheinlich ist es das Quellwasser bevor es gesammelt und dem Rohr zugeleitet wird. Ein paar hundert Meter weiter, darauf weist uns ein Schild hin, gibt es eine Kirschwiese. Wir gehen davon aus, dass die Kirschblüte vorbei, die Kirschen aber noch nicht reif sind und heben uns den Besuch für eine spätere Wanderung auf.

Der Weg ist lang und bietet Schatten. Die Bäume links und rechts des Weges stehen überwiegend noch und der Ausblick in das Umland sind eingeschränkt. Eine Blindschleiche, eine Eidechse und drei Hirsche (sagt Rainer, ich habe nur zwei gesehen) kreuzen unseren Weg, bevor wir am Erichsburger Teich auf die erste Herrentagsgesellschaft treffen. Nach weiteren 20 Minuten haben wir den Bergrat-Müller-Teich erreicht. Dort, an der Hütte, sind wir auch jetzt noch die ersten. Jedoch dauert es nicht lange bis sich die nächste kleine Herrentags-Wandergruppe dort einfindet. Nachdem wir gerastet und uns gestärkt haben, hat sich am Stempelkasten schon eine richtige kleine Schlage gebildet.

Bergab durch das Krebsbachtal.

Nachdem wir den Zebra – Harzstein, dem wir unterwegs eine Mitwandergelegenheit angeboten hatten, beim Wurzeltroll wieder sich selbst überlassen haben, treten wir den Rückweg an. Aber wer will schon den selben Weg zweimal gehen. Also gehen wir weiter in Richtung Bärendenkmal und Bremer Teich. Auf dem ersten Stück kommen uns einige Wandergruppen entgegen. Das bessert sich erst, als wir nach dem Bärendenkmal nach rechts abbiegen und den Weg zum Bremer Teich verlassen um dem Krebsbachtal zufolgen, wird es wieder ruhiger. Nur zweimal werden wir von Radfahrern überholt.

Der Grenzweg wird uns von unserer App als kürzeste Route vorgeschlagen. Wir nutzen ihn nicht. Er scheint uns zu steil und durch Forstfahrzeuge sehr stark zerfahren. Wir folgen lieber dem breiten Weg und gelangen so komfortabel in das Krebsbachtal. Schon bald haben wir die erste Krebsbachtalwiese erreicht, Ein Fotostop ergibt sich hier ganz von selbst. Vom Krebsbachteich erzähle ich heute nicht. Er ist zu gut besucht um dort zu rasten. Es lohnt sich aber unbedingt, eine spätere Wanderung so zu planen, dass hier eine Rast einzulegen ist.

Entlang der Selke zu den Selkefällen

Das Scheunencafe am Drahtzug ist leider noch geschlossen. Aber wir haben auch nicht geplant, hier eine Rast einzulegen. Unser letztes Brötchen und unsere letzte Wurst verbrauchen wir an den Selkefällen. Der Weg dorthin ist nicht weit, aber ich hatte ihn kürzer in Erinnerung. An den Selkefällen herrscht Feitertagstreiben. Eine Familie lässt ihre Kinder schon im Wasser spielen und eine Gruppe Fotografen bemüht sich, jeden Wassertropfen abzulichten. Ich halte mich zurück und riskiere nur beim weitergehen ein paar Schnappschüsse. Die Lichtsituation hier bei Sonnenschein und unter Mittag ist sehr anspruchsvoll.

Zurück am Auto stellen wir fest, dass wir knapp 17 km gelaufen sind und hierfür vier und eine halbe Stunde benötigt haben. Das auch diese Tour kein Spaziergang gewesen ist. zeig sich bei mir am nächsten Tag. Wahrscheinlich haben wir es mit der Geschwindigkeit ein wenig übertrieben. Das Thema Alexisbad ist aber noch nicht abgeschlossen.

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