Vom Schindelkopf zur Hanskühnenburg (Tour 53) bei Riefensbeek

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Zeit wird es, einmal wieder zu wandern. Von den neun noch offenen Stempelstellen haben wir uns für heute die Stempelstellen HWN143, die Köte am Schindelkopf und die HWN144 die Hanskühnenburg vorgenommen. Wir wissen nicht was uns erwartet. Unser Auto stellen wir an der Staumauer der Sösetalsperre ab.

Die erste Etappe, hinauf zum Schindelkopf

Die zurückliegenden Tage waren warm und sonnig. Jedenfalls in Magdeburg, Heute haben wir einen nicht so warmen Tag. Zunächst ist es bewölkt, aber der gute Anstieg von der Sösetalsperre auf ca. 400 Metern bis zur Köte am Schindelkopf in ca. 580 Metern bringt uns schnell auf Betriebstemperatur. Der Schindelkopf selbst liegt in 630 Meter, aber dorthin wollen wir heute nicht. Zunächst kommen wir auf der asphaltierten Forststraße schnell vorwärts. Links und rechts erwarten uns gerodete Waldstücke und hohe Baumstammstapel. Nach etwa 2 Kilometern endet der asphaltierte Abschnitt und der Anstieg nimmt zu, bis es kurz vor der Köte am Schindelkopf noch einmal kurz bergab geht. An der höchsten Stelle dieser ersten Etappe wurden durch die Forstwirtschaft hunderte Stämme der in unmittelbar abgeholzten Bäume zum Abtransport bereitgelegt. Die Stämme bilden eine Mauer, die mich sofort an eine Balkonbrüstung erinnert und zum fotografieren herausfordert.

Auf dem Weg zum Schindelkopf werden wir von zwei Wanderern und zwei Fahrradfahrern überholt. Diese beiden Grüppchen treffen wir an der Köte wieder. Sie besetzen die beiden für die Rast bestimmten Plätze. Wir weichen auf einen in unmittelbarer Nähe gelegenen Holzstapel aus und nehmen dort unsere erste Stärkung.

Die zweite Etappe, vom Schindelkopf zur Hanskühnenburg

Jetzt geht es wieder Bergauf. Zunächst laufen wir den Weg ein Stück zurück bis uns ein Wegweiser auf den neuen Weg hinweist. Festes Schuhwerk haben wir an und so steht dem nächsten Stück nichts im Wege. Die festen Schuhe bringen uns gut durch den nassen Abschnitt und sie bewähren sich auch später, als der Weg sehr schmal und steinig wird. Einige umgestürzte Bäume gilt es zu umgehen. Aber wir sind nicht die ersten und der Pfad ist an diesen Hindernissen bereits ausgetreten und leicht zu finden. Nur der erste Abschnitt der zweiten Etappe bringt noch merklichen Anstieg. Dann wird es wirklich schön. Der schmale Weg ist gesäumt von Heidelbeerbüschen welche um diese Zeit wirklich interessante Farben ins Motiv bringen. Einige Abschnitte des Weges bieten einen Ausblick vom Kamm dieses Höhenzuges nach Norden und das Wetter, blauer Himmel mit Wolken, das farbige Buschwerk, die Felsen und die zum geringen Teil auch toten Bäume bieten viele interessante Motive und bremsen unser Wandertempo deutlich. Doch nach etwa zwei Stunden haben wir die Hanskühenburg erreicht. Dort ist es ruhig. Die Gaststätte ist geschlossen und die dort rastenden Wanderergruppen kann ich an einer Hand abzählen. Wir essen unser zweites Brötchen und setzen unsere Wanderung fort.

Die dritte Etappe, von der Hanskühnenburg zurück zur Sösetalsperre.

Unsere Wanderroute haben wir wie immer mit der App OSM (Open Street Map) geplant. Diese App schlägt uns meistens den kürzesten Weg vor. Oft aber nicht immer ist dieses auch ein Wanderweg. Wenn die App den Wanderweg nicht trifft, wird es oft wild romantisch, steil und beschwerlich. Die vermeidliche Zeitersparnis wird durch die notwendigerweise stark reduzierte Marschgeschwindigkeit neutralisiert. So auch in diesem Fall. Wir kommen nur langsam vorwärts und können der Linie auf unserer App einmal nicht folgen. Da die Bäume in diesem Bereich jedoch abgeholzt sind, lässt sich ein Weg zurück auf unsere Route von oben entdecken. Aber es gilt. Wo ein Forstfahrzeug auf unbefestigtem Grund gefahren ist, lässt sich nicht gut wandern.

Diese Etappe macht uns auch deutlich, wie wenig Regen in der letzten Zeit hier gefallen ist. Der Husten kommt sicherlich nicht von einer Coronainfektion sonder vom Staub, den wir mit unseren Füßen aufgewühlt und eingeatmet haben.

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